Naturheilpraxis Vogelsberg

Heilpraktikerin Andrea Berninger

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Warum nehm ich nicht ab? Wie Säure dick macht und dick hält

Gepostet am 18. September 2016 um 13:40

Typisch deutsches Frühstück: Graubrot und Brötchen mit beliebter dunkelbrauner Streichcreme oder Marmelade, dazu Kaffee. Zwischendurch einen Schokoriegel. Mittags vielleicht eine schnelle Currywurst mit Pommes und ein prickelndes braun-schwarzes Sprudelgetränk, zum Kaffee am Nachmittag ein Stückchen Kuchen, abends Nudeln mit Tomaten-Hackfleischsauce und ein kühles Bier und zum Abschluss Chips und ein, zwei Pralinchen. Diesen Speisen und Getränken ist eines gemeinsam: Sie stellen unseren Organismus vor eine große Herausforderung. Denn sie fügen dem Körper eine Menge Säuren zu. Diese gilt es, schnell zu verwandeln und zu neutralisieren, bevor sie das empfindliche Säure-Basen-Gleichgewicht im Blut stören können. Womit der ganze Mensch in seinem Weiterleben bedroht wäre.


Zum Ausgleich der Säuren benötigen wir Basen. Die sind in größerer Menge in unseren Knochen und Zähnen gespeichert und auch in Blut und Geweben enthalten. Sind diese Depots aber aufgebraucht, die Zähne und Knochen geschwächt oder sogar geschädigt, kommt der Stoffwechsel an seine Grenzen. Wenn der Speiseplan oben nur eine Ausnahme war, wir uns sonst basenüberschüssig ernähren, der Körper echte Lebensmittel, vitamin- und mineralienreiche Kost und viel Wasser ohne Kohlensäure zugeführt bekommt, ist das durchaus mal zu verkraften. Falls diese Ernährung die Regel geworden ist, also mehr als einmal die Woche vorkommt, droht unser Organismus zu übersäuern. Das Immunsystem wird nachhaltig geschwächt, Entzündungen und Infektionen können leichter entstehen und sich ausbreiten. Dann bleibt unserem Body nichts anderes übrig, als hineinkommende Säuren in Fett verpackt einzulagern – für Zeiten, in denen ein Basenüberschuss herrscht und sie ohne Gefahr wieder ausgewickelt werden können. Es entsteht also der ungeliebte Speck. Auch andere Nebeneffekte des dauerhaft allzu üppigen suboptimalen Essens können auftreten: Erhöhter Blutdruck, Herz- und Kreislaufprobleme, Gicht, Arthrose, Diabetes II, um nur einige zu nennen.


Was bedeutet das für uns konkret? Wie können wir unseren Körper denn unterstützen, mehr Basenvorräte anzulegen, damit einer Übersäuerung vorgebeugt werden kann? Erst einmal ist es wichtig, dass wir ihm genug reinen Wassers ohne Kohlensäure zuführen. Denn wir bestehen aus rund 60 Prozent Wasser. Nicht Limonade. Etwa 2,5 bis 3 Liter täglich dürfen wir mindestens trinken, vorausgesetzt, unsere Nieren sind funktionstüchtig. Ein gutes Basen-Mineralienpulver aus dem Reformhaus ist, täglich eingenommen, eine weitere Unterstützung. Und dann dürfen wir allzu garstige Genussmittel durch artgerechte ersetzen: Kaffee durch Grünen Tee oder Lupinenkaffee, industriellen Essig durch echte Zitrone oder Naturessig vom Fass, Fertigspeisen durch frisch Gekochtes, Nudeln durch Kartoffeln oder Süßkartoffeln, Frittiertes durch Dampfgegartes, billige Öle durch hochwertige und Süßes durch Mandeln, Nüsse, frisches und getrocknetes Obst.


Haben wir mal eine zeitlang eine solche Kur durchgezogen, merken wir womöglich, wie die Pfunde ganz von selbst gepurzelt sind. Denn nach einiger Zeit guter basischer Ernährung traut sich der Körper, die in Fett verpackten Säuren aus den schlimmen Zeiten langsam aufzulösen. Deshalb ist es übrigens auch so wichtig, generell ein Vorhaben abzunehmen erst dann in die Tat umzusetzen, wenn die Basenvorräte richtig schön aufgefüllt sind. Wir wollen ja keinen Schaden anrichten. Und wie sehr Mineralienmangel an die Substanz gehen kann, sieht man noch an dem alten Sprichwort, dass jede Schwangerschaft einen Zahn koste. Also immer auf das Gleichgewicht in der Ernährung achten. Und ruhig jeden Tag 2 Hände voll Gemüse und 1 Hand voll Obst konsumieren. Am besten in möglichst ursprünglichem, frischen Zustand mit etwas kaltgepresstem Bio-Lein- oder Hanföl, um auch die B-Vitamine aufzuschließen. Damit schmeckt es nochmal so gut. ;) – Einen gesunden Appetit wünscht Ihre Andrea Berninger (Foto: Pixabay)


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