Naturheilpraxis Vogelsberg

Heilpraktikerin Andrea Berninger

Blog

Beziehungen hüten und pflegen WEN ICH IN MEINEM LEBEN HABEN MOECHTE

Gepostet am 28. November 2016 um 2:55

Wie es in den Wald hineinschallt, so beginnt ein sinnhafter Spruch aus dem Volksmund. Doch was haben meine Beziehungen eigentlich konkret damit zu tun? Was darf ich tun und lernen, um die zarten Bande von Kollegialität, Freundschaft, Partnerschaft, ja Liebe nachhaltig zu pflegen?


Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt, dass es lange dauert, eine gute Verbindung aufzubauen, es aber ganz schnell geht, sie zu zerstören. Warum? Weil in Nullkommanix das Vertrauen ruiniert, die Sicherheit verloren und die Freude am Miteinander zerrüttet werden kann. Deswegen soll es heute darum gehen, was jeder einzelne von uns tun kann, um dem vorzubeugen. Und den Menschen, die wir im Leben um uns haben (möchten), aktiv zu zeigen, dass wir sie schätzen. Dass wir das beherrschen, ist heute nämlich keine Selbstverständlichkeit mehr.

 

Jeder Mensch ist ein Individuum. Jede Beziehung zwischen zwei Menschen ist also ein Individuum hoch zwei. Quasi ein vielfach komplizierteres Gebilde. Und es ist nicht möglich, ein Generalrezept für ein glückendes Miteinander auszustellen. Leider. Doch es ist weniger dramatisch, als wir denken. In dem Moment nämlich, in dem wir erstens wissen, was wir selber möchten, und zweitens, wie der andere gestrickt ist, sollten wir eine Zeitlang unsere Aufmerksamkeit ganz dem anderen widmen. Dadurch können wir herausfinden, was der andere benötigt, erlebt hat, schätzt. Und wie sich unsere gemeinsame Freundschaft, Nachbarschaft, Partnerschaft et cetera gestalten kann, damit beide glücklich damit sind.


Tipp Nummer eins: Die ungeteilte Aufmerksamkeit. Sind wir mit einem Menschen live zusammen, schenken wir ihm unser ganzes Augenmerk. Wir schalten Mobiltelefone auf stumm, machen Fernsehen oder Computer aus und widmen uns unserem Gegenüber. Zu einhundert Prozent. Das hat den Effekt, dass der andere fühlt, was er uns wert ist: Sehr viel nämlich. Für den Moment alles.


Tipp Nummer zwei: Ehrliche Gefühle äußern. Was bringt es, wenn Sie sich zurückhalten, denken Sie etwas Positives oder künstlich etwas sagen, was Sie so gar nicht empfinden, um jemandem den Bauch zu pinseln? Unterstützen Sie lieb gewonnene Menschen, in dem Sie sich zu ihnen wichtigen Gelegenheiten äußern. Sagen Sie ihnen ehrlich, was Sie empfinden. Nicht mit der Brechstange, sondern einfühlsam. Es kann auch sehr viel wert sein, wenn ein Mensch einem ein Spiegel ist. Im Guten, wie im Schlechten. Ein echter Freund lässt einen nicht ins offene Messer rennen. Gell?


Tipp Nummer drei: Eine wundervolle Möglichkeit, dem anderen zu zeigen, dass man ihn als individuelle Persönlichkeit schätzt, ist, ihm oder ihr gelegentlich überraschend eine kleine Freude zu bereiten. Nicht unbedingt teuer Erkauftes ist dabei der eigentliche Glücksgriff. Sondern, dass Sie sich Gedanken gemacht haben, was ihn oder sie wirklich berühren könnte. Das kann ein Zweig aus dem Wald sein oder etwas selbst Geschriebenes. Eine kleine Geste.


Tipp Nummer vier: Berührungen, das wissen wir aus der Säuglingsforschung, sind ein wesentlicher Teil unseres sozialen Miteinanders und des Menschseins an sich. Mit der Art der Begrüßung, ob herzlich umarmt, geküsst oder distanziert die Hand geschüttelt, machen wir einen großen Unterschied. Dieses Wissen können wir einsetzen, um uns zu überprüfen, ob wir unserem Gegenüber in angemessener Weise zeigen, wie wir sie oder ihn schätzen. Oder sogar lieben.


Eine aufgelegte Hand wirkt beim Gespräch nicht nur beruhigend, das Herz erwärmend, sondern erzeugt auch ein Gefühl der Nähe. Wie viel Körperkontakt nötig, gewünscht und gewollt ist, richtet sich selbstverständlich danach, wie nahe Ihnen jemand ist. Man kann hier auch überdosieren. ;)


Tipp Nummer fünf: Wie auch schon bei den vorherigen Tipps, erscheint dieser hier manch einem vielleicht banal. Doch ist es nicht mehr selbstredend, dass wir mit Beziehungen uneigennützig umgehen. Es geht um die Freundschaft, nicht um einen Profit, den wir daraus ziehen könnten.


Tun Sie dem anderen doch ruhig mal einen Gefallen. Ohne die Erwartung, dass etwas zurückkommt. Das Universum hat unendlich viele Kanäle, über das es uns das Gute erneut zukommen lässt. Wann immer wir es benötigen. Es ist also nicht nötig, ein Konto zu führen über jede Beziehung. Aber schauen Sie, dass Sie es auch ernst nehmen, wenn Sie ein Versprechen abgegeben haben. Notieren Sie es sich notfalls kurz. Damit es nicht eine leere Floskel wird, was Sie scheinbar verbindlich sagen.


Es ist so erleichternd, wenn jemand einem einen Gefallen tut. Oder sogar einen großen! Genau so groß kann leider die Enttäuschung sein, wenn er oder sie diesen vergisst.


Und dann, ganz am Schluss, können wir nur hoffen, dass unsere Mitmenschen uns auch gelegentliche Fehler verzeihen. Denn, so sehr wir uns auch anstrengen, eines werden wir nicht verhindern können: Dass wir Menschen bleiben. ;)


Eine schöne Adventszeit mit vielen, das Herz bereichernden, Kontakten zu Ihren Mitmenschen wünscht Ihre Andrea Berninger


Kleine Tipps und einen Blog zu den Themen Gesundheit und Wohlbefinden finden Sie hier: www.naturheilpraxis-vogelsberg.de. (Foto: Pixabay)

Kategorien: Keine